Verantwortungsbewusste Lieferkette

Verhaltenskodex für Lieferanten von Google

Google Inc. und seine Tochtergesellschaften (gemeinsam als "Google" bezeichnet) verpflichten sich, für sichere Arbeitsbedingungen in den Betriebsabläufen und Lieferketten zu sorgen und sicherzustellen, dass alle Arbeitskräfte mit Respekt und Würde behandelt werden und dass die Geschäfte ökologisch verantwortungsvoll und ethisch vertretbar sind. Zu diesem Zweck hat Google folgende Anforderungen für Lieferanten (einzeln ein "Lieferant") entwickelt, die auf dem Electronic Industry Citizenship Coalition Code of Conduct ("EICC") und internationalen Standards wie den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie den Werten von Google basieren.

Bei Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beurteilen wir die Bereitschaft eines Lieferanten, diese Anforderungen zu erfüllen. Unser Ziel ist die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten, um die Bedingungen durch Kommunikation, Schulung, Beobachtung und Folgebewertungen zu verbessern. Erfüllt ein Lieferant diese Anforderungen jedoch nicht, werden wir die Geschäftsbeziehung gegebenenfalls beenden.

Die Lieferanten müssen bei allen Aktivitäten die gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften der Länder befolgen, in denen sie geschäftlich tätig sind. Darüber hinaus ist der Lieferant zur Einhaltung dieses Verhaltenskodex für Lieferanten (der "Lieferantenkodex") verpflichtet und legt auch in den Verträgen mit seinen Zulieferern, Dienstanbietern, Auftragnehmern und Subunternehmern (gemeinsam als "Lieferkette" bezeichnet) fest, dass diese Anforderungen einzuhalten sind. Wenn ein Vertrag zwischen Google und einem Lieferanten strengere oder ausführlichere Anforderungen als dieser Lieferantenkodex enthält, erwarten wir von dem Lieferanten, dass er diese strikteren oder detaillierteren Vertragsanforderungen erfüllt.

Der Verhaltenskodex für Lieferanten:

  • ARBEIT
    Google verpflichtet sich, in Übereinstimmung mit der Auffassung der internationalen Staatengemeinschaft die Menschenrechte der Arbeitskräfte zu wahren und sie mit Würde und Respekt zu behandeln. Dies gilt für alle Arbeitskräfte, einschließlich Zeit- und Wanderarbeiter, Werkstudenten, Leiharbeiter, fest angestellte Arbeitnehmer und für alle sonstigen Arten von Arbeitskräften.
    Die Arbeitsnormen sind:

    • Frei gewählte Beschäftigung; kein Menschenhandel
      Der Lieferant darf in keiner Phase des Fertigungsprozesses Zwangsarbeit, Knechtschaft (einschließlich Schuldknechtschaft), Pflichtarbeit, unfreiwillige Gefängnisarbeit, Sexhandel, Sklaverei oder Arbeit basierend auf Menschenhandel einsetzen oder erlauben. Dies umfasst auch das für ausbeuterische Zwecke durchgeführte Transportieren, Beherbergen, Anstellen, Weitervermitteln oder Aufnehmen von Personen unter Drohung, Zwang, der Ausübung von Gewalt, mittels Entführung oder Betrug. Jegliche Arbeit muss freiwillig geleistet werden und die Arbeitskräfte, einschließlich Praktikanten, müssen jederzeit die Arbeit oder das Beschäftigungsverhältnis beenden können, ohne dass ihnen irgendwelche Nachteile entstehen. Bedingung für eine Beschäftigung darf nicht sein, dass Arbeitskräfte ein von einer Regierungsstelle ausgestelltes Ausweisdokument, einen Reisepass oder eine Arbeitserlaubnis aushändigen müssen. Die Bewegungsfreiheit der Arbeitskräfte in den Betriebsanlagen darf keinen unangemessenen Einschränkungen unterliegen. Dasselbe gilt auch für das Betreten und Verlassen der Anlagen. Arbeitskräfte müssen vor Verlassen ihres Herkunftslands im Rahmen des Einstellungsprozesses einen schriftlichen Arbeitsvertrag in ihrer Muttersprache ausgehändigt bekommen, in dem die Arbeitsbedingungen beschrieben werden. Arbeitskräfte dürfen nicht zur Übernahme der Vermittlungsgebühren oder anderer beschäftigungsrelevanter Gebühren von Arbeitgebern oder Vermittlern verpflichtet werden. Wenn solche Gebühren von Arbeitskräften bezahlt werden, sind ihnen diese zurückzuzahlen.

    • Keine Kinderarbeit; Bestimmungen für Praktikanten
      Der Lieferant ist zur Vermeidung von Kinderarbeit in jeder Phase des Fertigungsprozesses verpflichtet. Der Begriff "Kind" umfasst Personen unter 15 Jahren, schulpflichtige Personen oder Personen, die das in dem jeweiligen Land geltende Mindestalter für eine Beschäftigung noch nicht erreicht haben. Zugelassene Ausbildungsprogramme auf freiwilliger Basis, die alle Gesetze und Regelungen erfüllen, werden befürwortet. Arbeitskräfte unter 18 Jahren dürfen keine gefährlichen Arbeiten ausführen, die ihre Gesundheit, ihre Sicherheit oder ihr Wohlergehen gefährden könnten.

    • Arbeitszeit
      Die Wochenarbeitszeit darf beim Lieferanten die jeweils gesetzlich festgelegte Höchstzahl an Stunden nicht überschreiten. Darüber hinaus sollte die wöchentliche Arbeitszeit nicht mehr als 60 Stunden, einschließlich Überstunden, betragen. Davon ausgenommen sind Notfälle und außergewöhnliche Umstände. Arbeitskräften muss alle sieben Tage mindestens ein arbeitsfreier Tag bewilligt werden.

    • Löhne und Sozialleistungen
      Die Vergütungen, die Arbeitnehmern bezahlt werden, müssen allen geltenden Lohngesetzen entsprechen, wozu auch Gesetze zum Mindestlohn, zu Überstunden und zu gesetzlich festgelegten Sozialleistungen gehören. Der Lieferant vergütet die von Arbeitskräften geleisteten Überstunden in Übereinstimmung mit den örtlichen Vorschriften. Abzüge vom Lohn als Disziplinarmaßnahme sind nicht zulässig. Die Berechnungsgrundlage für die Entlohnung der Arbeitskräfte ist in Form einer Lohnabrechnung oder eines vergleichbaren Dokuments bereitzustellen.

    • Menschenwürdige Behandlung
      Arbeitskräfte sind nicht mit unverhältnismäßiger Strenge oder in unmenschlicher Weise zu behandeln, dazu gehören auch sexuelle Belästigungen, sexueller Missbrauch, körperliche Maßregelungen, körperliche und seelische Misshandlungen sowie verbale Angriffe. Dies gilt auch für die Androhung einer solchen Behandlung. Die diesen Anforderungen entsprechenden disziplinarischen Maßnahmen und Richtlinien müssen klar festgelegt und den Arbeitskräften kommuniziert werden.

    • Verbot der Diskriminierung
      Der Lieferant verpflichtet sich, in seiner Belegschaft keine Belästigung oder gesetzwidrige Diskriminierung zu dulden. Der Lieferant darf im Rahmen seiner Einstellungs- und Beschäftigungspraktiken, wie zum Beispiel bei Beförderungen und Entlohnungen oder beim Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten, Arbeitskräfte nicht aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, ethnischer Abstammung, Behinderung, Schwangerschaft, religiöser oder politischer Überzeugung, Gewerkschaftszugehörigkeit oder Familienstand diskriminieren. Des Weiteren dürfen derzeitige und zukünftige Arbeitskräfte keinen medizinischen Tests unterzogen werden, die in diskriminierender Weise verwendet werden könnten.

    • Vereinigungsfreiheit und Lohnverhandlungen
      Offene Kommunikation und direkter Dialog zwischen den Arbeitskräften und der Unternehmensleitung sind die wirkungsvollsten Methoden, um Probleme am Arbeitsplatz sowie vergütungsbezogene Streitigkeiten beizulegen. Der Lieferant respektiert das Recht der Arbeitskräfte in Übereinstimmung mit den vor Ort geltenden Gesetzen Vereinigungen zu bilden, an Kollektivverhandlungen teilzunehmen, Gewerkschaften beizutreten, Vertretungen zu ernennen und im Betriebsrat aktiv zu werden. Der Lieferant muss Arbeitskräften ermöglichen, mit der Unternehmensführung offen und ohne Furcht vor Repressalien, Einschüchterung oder Belästigung zu kommunizieren und Missstände in Bezug auf Arbeitsbedingungen und Managementpraktiken anzusprechen.

    • Einwanderungsgesetz und Einhaltung von Gesetzen
      Alle Mitarbeiter des Lieferanten, einschließlich Fremdarbeitern und Wanderarbeitnehmern, müssen unter Einhaltung aller geltenden Einwanderungs- und Arbeitsgesetze beschäftigt werden.

  • GESUNDHEIT und SICHERHEIT
    Der Lieferant erkennt an, dass zusätzlich zur Minimierung von arbeitsbedingten Verletzungen und Krankheiten ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld zur Steigerung der Qualität der Produkte und Dienstleistungen, zur Beständigkeit des Produktionsprozesses und zum Erhalt und zur Moral der Arbeitskräfte beiträgt. Der Lieferant stimmt auch zu, dass der kontinuierliche Austausch mit den Arbeitskräften und deren ständige Weiterbildung für das Erkennen und Lösen von gesundheits- und sicherheitsrelevanten Problemen am Arbeitsplatz von wesentlicher Bedeutung sind.
    Die Normen für den Bereich Gesundheit und Sicherheit sind:

    • Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem
      Der Lieferant ist verpflichtet, ein Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem gemäß OHSAS 18001 oder gleichwertig zu unterhalten. Das Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem muss implementiert werden und funktionsfähig sein. Die Zertifizierung durch externe Organisationen wird dringend empfohlen, ist jedoch nicht erforderlich, sofern nicht von Google verlangt.

    • Sicherheit am Arbeitsplatz
      Sind Arbeitskräfte potenziellen Sicherheitsrisiken ausgesetzt, z. B. Gefahren durch Strom und andere Energiequellen, Feuer, Fahrzeuge, extreme Temperaturen und Lärmbelästigung sowie Sturzgefahr, so sind diese Risiken durch eine geeignete Konstruktion der Arbeitsmittel sowie durch verwaltungstechnische Kontrollmechanismen, präventive Wartung, sichere Arbeitsverfahren und regelmäßige Sicherheitsschulungen zu reduzieren. Ist eine adäquate Gefahrenkontrolle durch solche Maßnahmen nicht möglich, ist den Arbeitskräften angemessene, gut instand gehaltene, persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen. Arbeitskräfte, die Sicherheitsbedenken vorbringen, sind nicht disziplinarisch zu belangen.

    • Notfallvorsorge
      Der Lieferant ermittelt und bewertet potenzielle Notfallsituationen und -ereignisse. Ihre Auswirkungen sind durch die Einführung von Notfallplänen und Meldeverfahren zu minimieren. Hierzu gehören unter anderem die Meldung von Notfällen, Benachrichtigungen der Arbeitskräfte und Evakuierungsmaßnahmen, Schulungen und Notfallübungen für die Arbeitskräfte, geeignete Brandmelde- und Löscheinrichtungen, angemessene Fluchtwege und Rettungspläne.

    • Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten
      Es müssen Verfahren und Systeme vorhanden sein, mit denen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten verhindert, betreut, nachverfolgt und gemeldet werden. Dazu gehören die folgenden Maßnahmen: Ermutigung der Arbeitskräfte, derartige Vorfälle zu melden, Klassifizierung und Erfassung von Unfällen und Krankheiten, Bereitstellung der erforderlichen medizinischen Betreuung, Untersuchung von Vorfällen und Einleitung von Maßnahmen zur Behebung der Ursachen und Erleichterung der Rückkehr der Arbeitskräfte an ihren Arbeitsplatz.

    • Hygiene am Arbeitsplatz
      Sind Arbeitskräfte chemischen, biologischen oder physikalischen Risiken ausgesetzt, so muss der Lieferant diese Stoffe und Einwirkungen ermitteln, bewerten, überwachen und kontrollieren. Konstruktions- und verwaltungstechnische Maßnahmen müssen zur Kontrolle von Überbelastungen eingesetzt werden. Wenn der Lieferant keine angemessene Gefahrenreduzierung durch derartige Maßnahmen gewährleisten kann, muss die Gesundheit der Arbeitskräfte durch geeignete persönliche Schutzausrüstungsprogramme abgesichert werden.

    • Körperlich anstrengende Arbeiten
      Haben Arbeitskräfte körperlich belastende Arbeiten zu verrichten, einschließlich der manuellen Handhabung von Material, schwerem oder ständigem Heben, langem Arbeiten im Stehen sowie repetitiven oder Kraft erfordernden Montagearbeiten, so muss der Lieferant diese Arbeiten ermitteln, bewerten, überwachen und kontrollieren.

    • Maschinensicherung
      Der Lieferant muss Produktionsanlagen und andere Maschinen in Bezug auf Sicherheitsrisiken überprüfen. Maschinen, bei denen eine Verletzungsgefahr für die Arbeitskräfte besteht, sind mit physischen Schutzvorrichtungen, Verriegelungen und Sperren zu versehen und ordnungsgemäß zu warten.

    • Sanitäreinrichtungen, Essen und Wohnunterkünfte
      Der Lieferant muss den Arbeitskräften jederzeit verfügbare, saubere Waschräume und Toiletten, sauberes Trinkwasser und Einrichtungen zur hygienischen Zubereitung, Aufbewahrung und Einnahme von Mahlzeiten bereitstellen. Der Lieferant sorgt dafür, dass Wohnunterkünfte gepflegt, sauber und sicher sind, über angemessene Notausgänge, heißes Wasser zum Baden oder Duschen sowie angemessene Heiz- und Lüftungsanlagen verfügen und für den Einzelnen hinreichend persönlichen Platz bieten. Zudem sorgt er für vernünftige Zutritts- und Ausgangsberechtigungen.

  • UMWELT
    Google erkennt an, dass der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt ein integraler Bestandteil der Herstellung von Produkten auf Weltklasseniveau ist. Beim Fertigungsprozess sind negative Auswirkungen für die Gemeinschaft, die Umwelt und die natürlichen Ressourcen zu minimieren. Gleichzeitig sind die Gesundheit und die Sicherheit der Öffentlichkeit zu schützen.
    Die Umweltnormen sind:

    • Umweltmanagementsystem
      Der Lieferant ist verpflichtet, ein Umweltmanagementsystem gemäß ISO 14001 oder gleichwertig zu unterhalten. Das Umweltmanagementsystem muss implementiert werden und funktionsfähig sein. Die Zertifizierung durch externe Organisationen wird dringend empfohlen, ist jedoch nicht erforderlich, sofern nicht von Google verlangt.

    • Umweltgenehmigungen und Berichtswesen
      Der Lieferant ist verpflichtet, alle erforderlichen Umweltgenehmigungen (z. B. Überwachung von Abwassereinleitungen), Erlaubnisse und Registrierungen einzuholen und auf dem aktuellen Stand zu halten. Die jeweiligen operativen Anforderungen sowie die Anforderungen bezüglich Benachrichtigung und Berichtswesen sind zu befolgen.

    • Gefährliche Stoffe*
      Der Lieferant ermittelt Chemikalien oder andere Materialien, die eine Gefahr für die Gesundheit darstellen, und handhabt diese so, dass Umgang, Beförderung, Lagerung, Nutzung, Wiederverwendung, Recycling und Entsorgung sicher erfolgen.

    • Abwasser und Festabfall
      Der Lieferant ist verpflichtet, Abwasser und Festabfälle aus Betriebsabläufen, Fertigungsprozessen und sanitären Anlagen vor deren Einleitung oder Entsorgung zu typisieren, zu überwachen und zu überprüfen und der erforderlichen Behandlung zu unterziehen.

    • Luftemissionen
      Der Lieferant ist verpflichtet, Emissionen von flüchtigen organischen Chemikalien, Aerosolen, Ätzstoffen, Partikeln, die Ozonschicht zerstörenden Chemikalien oder von bei der Verbrennung entstehenden Nebenprodukten aus den Betriebsabläufen vor deren Ableitung zu typisieren, zu überwachen, zu überprüfen und der erforderlichen Behandlung zu unterziehen.

    • Einschränkungen bei Produktinhaltsstoffen
      Der Lieferant ist verpflichtet, alle geltenden Gesetze, Regelungen und Kundenvorgaben hinsichtlich des Verbots oder der Beschränkung spezifischer Substanzen einzuhalten. Dazu gehört auch die Kennzeichnungspflicht für das Recycling und die Entsorgung.

    • Ressourceneffizienz
      Google verpflichtet sich zur effizienten Ressourcennutzung, Unterstützung erneuerbarer Energien und dem Kauf qualitativ hochwertiger Klimakompensationen. Google möchte mit Lieferanten zusammenarbeiten, die sich wie wir dem Umweltschutz verpflichtet fühlen und ihre Geschäfte auf ökologisch vertretbare Weise tätigen. Lieferanten müssen Maßnahmen ergreifen, um den Verbrauch von Rohstoffen, Energie, Wasser und anderen Ressourcen bei sämtlichen Aspekten des Produktlebenszyklus zu reduzieren, z. B. Produktdesign, Fertigungsprozess, Verpackungsentwurf, Transport, Produktnutzung und Verwertung von Altprodukten,

    • Materialentsorgung
      Der Lieferant ist verpflichtet, sämtliches Material in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen, Vorschriften, Bestimmungen und Verordnungen und zum Schutz der Umwelt in einer ökologisch verantwortlichen und sicheren Weise zu handhaben und zu entsorgen. Auf Verlangen von Google händigt der Lieferant einen schriftlichen Nachweis in einer für Google akzeptablen Form aus, der belegt, dass Material in Übereinstimmung mit diesem Lieferantenkodex gehandhabt und entsorgt wurde.

  • ETHIK
    Zur Erfüllung seiner sozialen Verpflichtungen und für eine erfolgreiche Positionierung am Markt muss der Lieferant die höchsten ethischen Normen einhalten. Dazu gehören:

    • Geschäftliche Integrität; Einhaltung von Antikorruptionsgesetzen
      Der Lieferant muss sich bei allen Geschäftsaktivitäten an den höchsten Integritätsnormen orientieren. Der Lieferant verfolgt eine Nulltoleranzstrategie gegenüber Bestechung, Korruption, Erpressung und Unterschlagung (einschließlich Versprechungen, Angeboten, Zahlungen oder Annahmen von Bestechungsgeldern) und verbietet sie in jeglicher möglichen Form. Alle Geschäftsabläufe sollten transparent sein und in den Geschäftsunterlagen des Lieferanten korrekt nachvollzogen werden können. Der Lieferant leistet weder selbst noch durch Dritte (oder einen Vertreter) rechtswidrige Zahlungen. Der Lieferant implementiert Verfahren zur Überwachung und Durchsetzung der Normen, um sicherzustellen, dass Antikorruptionsgesetze befolgt werden.

    • Offenlegung von Informationen
      Der Lieferant legt Informationen zu Geschäftsaktivitäten, Struktur, Finanzsituation und Leistungsfähigkeit des Unternehmens im Einklang mit den einschlägigen Vorschriften und üblichen Verfahrensweisen der Branche offen. Das Fälschen von Aufzeichnungen und die falsche Darstellung von Gegebenheiten und Verfahrensweisen in der Lieferkette sind untersagt.

    • Geistiges Eigentum
      Der Lieferant respektiert die gewerblichen Schutzrechte und achtet beim Technologietransfer und der Weitergabe von Know-how auf die Einhaltung dieser Rechte.

    • Fairer Handel, faire Werbung, fairer Wettbewerb
      Der Lieferant verpflichtet sich zur Einhaltung aller geltenden Vorschriften und Gesetze hinsichtlich fairen Handels, fairer Werbung und fairen Wettbewerbs, einschließlich Handels- und Kartellgesetzen.

    • Verantwortungsvolle Rohstoffbeschaffung
      Google erwartet die vollständige Einhaltung der Dodd-Frank Wall Street Reform und der im Consumer Protection Act definierten Bestimmungen und Ermächtigungsverordnungen zur Verwendung von sogenannten Konfliktmineralien, einschließlich der Vorschriften der Wertpapierbehörde in den Vereinigten Staaten ("Securities and Exchange Commission") und anderer geltender Gesetze (die "Verordnung"). Der Lieferant sollte bezüglich der Herkunft und der Überwachungskette dieser Mineralien gebührende Sorgfalt walten lassen und darlegen, dass er die Bestimmungen einhält. Der Lieferant ist verpflichtet, diese Sorgfaltsmaßnahmen Google auf Verlangen offenzulegen und der Aufforderung zum Nachweis der Einhaltung der Bestimmungen zeitnah nachzukommen. Der Lieferant definiert Richtlinien, um die Einhaltung der Bestimmungen dieses Abschnitts sicherzustellen.

    • Internationaler Handel
      Der Lieferant ist verpflichtet, alle anwendbaren Gesetze und Vorschriften bezüglich Import und Export von Waren und Dienstleistungen einzuhalten. Dies umfasst die Einhaltung von Gesetzen, die verhindern sollen, dass US-Unternehmen bei einem nicht sanktionierten Boykott eines anderen Landes kooperieren oder Geschäfte mit bestimmten Personen oder Organisationen machen.

    • Datenschutz
      Der Lieferant verpflichtet sich, bezüglich des Schutzes privater Informationen den angemessenen Erwartungen seiner Geschäftspartner, einschließlich Zulieferern, Kunden, Verbrauchern und Arbeitnehmern, zu entsprechen. Der Lieferant muss die geltenden Datenschutzgesetze und die behördlichen Vorschriften beachten, wenn personenbezogene Daten erhoben, gespeichert, verarbeitet, übermittelt oder weitergegeben werden.

    • Verzicht auf Repressalien
      Der Lieferant sollte ein Verfahren entwickeln und kommunizieren, das es seinen Beschäftigten erlaubt, jegliche Bedenken ohne Furcht vor Repressalien anzusprechen. Der Lieferant unterhält Programme, die Zeugen und Hinweisgebern ("Informanten") auf Seiten von Lieferanten oder Mitarbeitern Vertraulichkeit und Schutz zusichern. Ein Informant ist eine Person, die auf das unkorrekte Verhalten eines Mitarbeiters, eines Unternehmensvertreters, eines Amtsträgers oder einer amtlichen Stelle hinweist.

  • MANAGEMENTSYSTEM
    Der Lieferant ist verpflichtet, ein Managementsystem zu errichten und zu verwalten, das sich auf den Inhalt dieses Lieferantenkodex bezieht. Mit dem Managementsystem wird sichergestellt, dass (a) die relevanten Gesetze, Vorschriften und Kundenanforderungen in Bezug auf die Betriebsabläufe und Produkte des Lieferanten befolgt werden, (b) der vorliegende Lieferantenkodex eingehalten wird und (c) Risiken, die mit Bezug auf diesen Kodex aus den Betriebsabläufen entstehen, ermittelt und verringert werden. Das Managementsystem sollte auch eine kontinuierliche Verbesserung fördern.
    Das Managementsystem sollte folgende Elemente umfassen:

    • Verpflichtung des Unternehmens
      Von der Geschäftsführung unterstützte Grundsatzerklärung des Unternehmens zu sozialer und ökologischer Verantwortung, mit welcher der Lieferant seine Verpflichtung zur Einhaltung des Kodex und zur kontinuierlichen Verbesserung zum Ausdruck bringt

    • Rechenschaftspflicht und Verantwortlichkeit des Managements
      Der Lieferant benennt eindeutig Vertreter des Unternehmens, die für die Einführung des Managementsystems und der damit in Verbindung stehenden Programme verantwortlich sind. Führungskräfte überprüfen in regelmäßigen Abständen den Zustand des Managementsystems.

    • Gesetzliche Anforderungen und Kundenanforderungen
      Ein Verfahren zur Ermittlung, zur Überwachung und zum besseren Verständnis der einschlägigen Gesetze, Vorschriften und Kundenvorgaben, einschließlich der Bestimmungen dieses Kodex

    • Risikobewertung und Risikomanagement
      Ein Verfahren zum Identifizieren von Risiken in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sowie im Bereich der Arbeitspraxis und der ethischen Risiken, die im Zusammenhang mit den Betriebsabläufen des Lieferanten entstehen. Feststellen der verhältnismäßigen Bedeutung jedes Risikos und Einführung entsprechender Verfahren und physischer Kontrollmechanismen, mit denen die ermittelten Risiken überwacht werden und die Einhaltung behördlicher Vorschriften sichergestellt wird.

    • Verbesserungsziele
      Schriftlich formulierte Leistungsziele, -vorgaben und Umsetzungspläne zur Verbesserung des sozialen und ökologischen Verhaltens des Lieferanten, einschließlich der regelmäßigen Leistungsbewertung des Lieferanten zur Erreichung dieser Ziele

    • Schulungen
      Schulungsprogramme für Führungs- und Arbeitskräfte zur Umsetzung der von dem Lieferanten erarbeiteten Richtlinien, Verfahren und Ziele, die eine Verbesserung herbeiführen sollen, sowie zur Einhaltung einschlägiger Gesetze und Vorschriften

    • Kommunikation
      Ein Verfahren, mit dem Arbeitskräften, Zulieferern und Kunden genaue und unmissverständliche Informationen über die Richtlinien, Geschäftspraktiken, Erwartungen und Leistungen des Lieferanten mitgeteilt werden

    • Rückmeldung und Beteiligung der Arbeitskräfte
      Fortlaufende Prozesse, mit denen das Verständnis der Arbeitskräfte bezüglich der Verfahren und Bestimmungen aus diesem Kodex bewertet wird und Rückmeldungen erfasst werden, um so eine ständige Verbesserung zu unterstützen

    • Kontrollen und Bewertungen Regelmäßige Selbstbewertungen, mit denen die Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Anforderungen und die Übereinstimmung mit dem Inhalt des Lieferantenkodex sowie mit den Anforderungen aus Kundenverträgen im Hinblick auf die soziale und ökologische Verantwortung sichergestellt werden

    • Verfahren für Korrekturmaßnahmen
      Ein Verfahren zur rechtzeitigen Einleitung von Korrekturmaßnahmen bei Unzulänglichkeiten, die aufgrund interner oder externer Bewertungen, Inspektionen, Untersuchungen und Überprüfungen festgestellt wurden

    • Dokumentation und Aufzeichnungen
      Erstellung und Bearbeitung von Dokumenten und Aufzeichnungen, mit denen die Einhaltung behördlicher Vorschriften und die Erfüllung von Unternehmensanforderungen sichergestellt werden. Dazu gehört auch der Schutz der Privatsphäre durch eine angemessene Wahrung der Verschwiegenheitspflicht.

    • Verantwortung der Zulieferer
      Ein Verfahren, mit dem die Vorschriften dieses Lieferantenkodex den Zulieferern in der Lieferkette deutlich gemacht werden und ihre Einhaltung überprüft wird

  • LAUFENDE BEWERTUNGEN, ÜBERWACHUNG UND KONTINUIERLICHE VERBESSERUNG
    Auf Verlangen von Google händigt der Lieferant zusätzliche Informationen aus, um die Einhaltung dieses Lieferantenkodex sicherzustellen. Unter anderem könnte Folgendes angefordert werden: Informationen zu sozialem und ökologischem Handel, soziale und ökologische Selbsteinschätzungen, Details zum Produktinhalt, Umweltkennzahlen, z. B. Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch, Daten zur Wasserqualität, soziale Kennzahlen, z. B. Daten zu den Arbeitsstunden, Informationen zu Lohn und Gehalt, Verletzungsraten, Zertifizierungen der Managementsysteme usw. Die Beobachtung und ständige Beseitigung von Mängeln sind für die wachsende Verantwortung im sozialen und Umweltbereich äußerst wichtig, sodass der Lieferant angehalten ist, im Rahmen der angekündigten und unangekündigten Bewertungen und Prüfungen von Google und seinen Vertretern, die ebenso wie die Lieferanten von Google zur Verschwiegenheit verpflichtet sind, zu kooperieren.

Danke

Wir danken Ihnen für Ihre laufende Unterstützung und Ihre Verpflichtung, Ihr Geschäft auf verantwortliche Weise zu führen. Dieser Lieferantenkodex soll unsere gemeinsame Verpflichtung und Anstrengung zum Ausdruck bringen, unsere Werte auf alle geschäftlichen Bereiche anzuwenden. Er stellt eine Ergänzung aller Rechte oder Verpflichtungen in allen Vereinbarungen dar, die wir mit unseren Lieferanten getroffen haben, ersetzt diese jedoch in keiner Weise.

Konfliktmineralien

Lesen Sie unsere Richtlinien zu Konfliktmineralien.

Weitere Informationen


Stellungnahme zur modernen Sklaverei 2016

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