Street View-Fallstudien

Bannerbild – Autori

Wie Autori die Straßeninstandhaltung in ganz Finnland mit Street View-Bildern revolutionierte

Schlechte Fahrbahnbeläge, veraltete Schilder und unbeleuchtete Straßen sind Probleme, mit denen Fahrer und Gemeinden auf der ganzen Welt täglich zu kämpfen haben. Doch Autori hat eine Möglichkeit gefunden, mithilfe von Google Maps Street View Straßendaten effizienter zu erfassen und auszuwerten. Autori ist ein finnisches Softwareunternehmen, das Lösungen für die Instandhaltung der Infrastruktur entwickelt.

40.000 km

fotografiert

8 Millionen

Bilder veröffentlicht

50 Millionen

Aufrufe

Straßendaten

20

Projekte zur Straßendatenerfassung

Bessere Verwaltung der Straßeninstandhaltung in Finnland

Das 1988 gegründete Unternehmen Autori entwickelt SaaS-Lösungen (Software as a Service) für finnische Straßenverkehrsbehörden, Baufirmen und externe Berater in den Bereichen Straßenzustandserfassung und -bewertung, Maßnahmenplanung und Koordination der Instandhaltung. Die Überwachung der Straßenverhältnisse im ganzen Land ist zeit- und kostenintensiv. Autori gelang es jedoch, eine einzigartige Gelegenheit zu nutzen. Das Unternehmen entwickelte auf der Grundlage eigener Street View-Bilder und einer eigenen SaaS-Lösung ein Tool zur besseren Verwaltung der Infrastrukturdaten zur Straßeninstandhaltung und für eine bessere Entscheidungsfindung in Finnland.

Daten schnell und gemeinsam nutzen

Normalerweise müssen die Mitarbeiter von Straßenverkehrsbehörden vor Ort selbst nachsehen, welche Arbeiten erforderlich sind. Das bedeutet Tausende von Fahrkilometern und zahllose Zwischenhalte für Notizen. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch kostspielig, ressourcenintensiv und sehr zeitaufwendig. Bei der Entwicklung einer digitalen und umweltfreundlicheren Lösung zog Autori auch unkonventionelle Ideen in Betracht. Street View war die erste Visualisierungslösung für Straßen, die den Mitarbeitern in den Sinn kam.

Um bei der Instandhaltung unserer Straßen immer auf dem aktuellen Stand zu sein, müssen häufig riesige Datenmengen mit anderen Parteien ausgetauscht werden. Mit Street View haben Nutzer direkt alle Tools an der Hand, mit denen sich die gemeinsame Datennutzung vereinfachen lässt. Jeder, der ein Smartphone hat, kann auf Street View zugreifen und es ist keine Anmeldung oder Softwareinstallation erforderlich. Street View wurde zwar schon vorher in diesem Bereich eingesetzt, die größte Herausforderung war jedoch, die Daten immer auf dem neuesten Stand zu halten. Wir haben die Chance gesehen, dieses Problem zu lösen, und Street View kurzerhand in unsere Software zur Straßenwartung eingebunden.

Ari Immonen, Head of Digitalization Consulting bei Autori

Erfolgsgeschichte – Autori

Verkehrssicherheit durch Verknüpfung der Online- und Offlinewelt

Anfang 2017 begann Autori, 360°-Aufnahmen der öffentlichen Straßen Finnlands zu erstellen und hochzuladen. Der Upload der Bilder erfolgt über das Google-Konto des Unternehmens. Heute hat das Unternehmen bereits 40.000 km dieser Straßen abgelichtet und 8 Millionen Bilder hochgeladen. Dadurch sind die Daten zur Verwaltung der Straßeninstandhaltung heute online zugänglich. Autori integrierte Street View in seine SaaS-Lösungen, sodass den Straßenverkehrsbehörden per Fernzugriff aktuelle Straßendaten bereitstehen.

Dank der von Autori auf Street View veröffentlichten Bilder lassen sich Meldungen zu Schlaglöchern oder fehlenden Straßenschildern und Fahrbahnmarkierungen hochladen und mit Tags kennzeichnen. Die zuständigen Parteien können diese Meldungen dann von ihrem Büro aus über das Dashboard von Autori untersuchen. Die Autori-Lösung ist individuell anpassbar, sodass auch Baufirmen relevante Reparaturarbeiten zentral erfassen und planen können. Nach Abschluss der Wartungsarbeiten erstellen Mitarbeiter vor Ort neue 360°-Aufnahmen und laden sie hoch. So sind die Straßendaten immer auf dem aktuellen Stand und es sind weniger Kontrollen vor Ort erforderlich. Das spart Zeit und Geld und senkt die Emissionen von Treibhausgasen.

Revolution bei der Verkehrssicherheit in jeder Hinsicht

Mithilfe von Street View konnte Autori den Datenaustausch und die Lageerkennung für die Straßenverkehrsbehörden in Finnland optimieren. Dadurch konnten die Kosten gesenkt und die Effizienz gesteigert werden. Autori hat erkannt, dass dieser Ansatz auf der ganzen Welt positive Auswirkungen haben könnte, und arbeitet daher aktuell an einem standardisierten Modell für die Erfassung und den Austausch von Straßendaten. Außerdem unterstützte das Unternehmen die Finnen dabei, ihre CO2-Bilanz aufzubessern, indem Aufnahmen von 1.000 km Rad- und Fußgängerwegen gemacht wurden. Dadurch stehen den Menschen heute aktuelle Daten bereit und sie können kurze Entfernungen umweltverträglicher zurücklegen. Diesen Sommer wird Autori wieder in Finnland unterwegs sein, um weitere 15.000 km zu kartieren. Damit hat das Unternehmen dann fast die Hälfte aller öffentlichen Straßen des Landes fotografiert und auf Street View veröffentlicht.

Der Erfolg von Autori ist nur ein Beispiel für die zahlreichen ganz speziellen Arten, wie Unternehmen mithilfe von Street View komplexe Probleme lösen. Street View ist nicht nur einfach ein Tool zur Fotozuordnung, sondern kann auch für dein Unternehmen unschätzbaren Wert haben. Bist du bereit, deine eigene Street View-Erfolgsgeschichte zu schreiben?

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Bannerbild – Tahiti

Vom Hobbykartierer zum Wirtschaftsförderer – wie sich die Kartierung von Französisch-Polynesien für die Bevölkerung ausgezahlt hat

Französisch-Polynesien mit seinen weißen Sandstränden, Wanderwegen in den Bergen und UNESCO-Welterbestätten ist ein Wunschziel vieler Reisender. Und für viele bleibt es dies auch. Christophe Courcaud wollte daher mit Street View den Menschen dieses Paradies näherbringen und gleichzeitig die Tourismusbranche Tahitis fördern.

1.800 km

fotografiert

1,2 Millionen

Bilder

über

8K

Videoauflösung

8+

Inseln

18

Hotels veröffentlicht

450+

Brancheneinträge
erstellt

Die Verbindung von Arbeit und Vergnügen

Angeregt durch seine Begeisterung für Street View und die atemberaubenden Inseln Französisch-Polynesiens gründete Courcaud im Jahr 2019 das Unternehmen Tahiti 360. Dieses spezialisiert sich auf das Aufnehmen und Hochladen von 360°-Bildern großer Außenflächen Französisch-Polynesiens in Street View, wie z. B. Wanderwegen und Stränden. Im Mittelpunkt der Arbeit von Courcaud steht zwar, die Schönheit des Insellebens einzufangen und zu präsentieren, aber er hilft auch lokalen Unternehmen, mit eindrucksvollen virtuellen Touren von Innenbereichen bei Street View ihre Präsenz zu erhöhen.

Kartierung Französisch-Polynesiens

Heute ist fast alles digitalisiert. Daher fällt es schwer zu glauben, dass bis zur Ankunft von Courcaud und Tahiti 360 auf der Insel nur Satellitenansichten Französisch-Polynesiens existierten. Da die Straßen auf Inseln wie Bora Bora und Tahiti keine Namen hatten, war die Orientierung sowohl für die Einheimischen als auch für Touristen schwierig. Das machte das Ganze noch komplizierter. Insbesondere Notfalldiensten wie Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizeikräften wurde dadurch die Arbeit unnötig erschwert.

Ich bin seit jeher der Auffassung, dass Street View große Vorteile für Communities vor Ort haben kann. Und ich fand es auch schon immer faszinierend, dass man sich an einen bestimmten Ort versetzen und die Umgebung erkunden kann, noch bevor man das eigene Haus überhaupt verlässt. Das erschien mir für Französisch-Polynesien besonders nützlich, da hier die Orientierung schwierig war.

Christophe Courcaud, Gründer von Tahiti 360

Erfolgsgeschichte – Tahiti

Kommunale Behörden schlossen sich mit Tahiti 360 zusammen, da sie erkannten, welche Vorteile Street View für die Inselbewohner haben könnte. Das gemeinsame Ziel war die Kartierung und Erfassung aller Straßen auf Tahiti, Moorea, Bora Bora, Raiatea, Maupiti, Huahine, Fakarava und Rangiroa. Courcaud legte mithilfe von Gelände- und Golfwagen, E-Bikes, Jetskis und sogar Pferden eine Strecke von 1.800 km in Französisch-Polynesien zurück. Dank des Einsatzes von Courcaud und Geodaten, die die Behörden bereitstellten, stehen für Tahiti heute in Google Maps Verkehrsinformationen in Echtzeit, Vorschläge für schnellste Routen und Wegbeschreibungen zur Verfügung. Dies ist insbesondere für Notfalldienste auf der Insel nützlich, die dadurch effizienter arbeiten können. Und schließlich ist durch den Zugang zu den Bildern von Tahiti 360 in Street View auch die Stadtplanung, die Instandhaltung von Gebäuden und die Instandhaltung von Straßen einfacher geworden.

Zugang zur UNESCO-Welterbestätte

Die eindrucksvollste Tour von Tahiti 360 führt den Nutzer durch Taputapuatea auf der Insel Raiatea. Diese UNESCO-Welterbestätte hat einen großen Anteil daran, dass jährlich über 300.000 Besucher nach Französisch-Polynesien kommen. Courcaud erfasste die Schönheit dieses Orts in 360°-Aufnahmen und bietet so Millionen von Menschen die Möglichkeit, ihn virtuell zu erleben. Durch die Veröffentlichung seiner Arbeit auf Street View können wir alle heute dieses Weltwunder auf unseren Bildschirmen erkunden.

Die Kartierung einer ganzen Insel war keine einfache Aufgabe, aber Courcaud nahm die Herausforderung an. Um 360°-Aufnahmen von ganz Bora Bora zu machen, erkundete er die Insel mit dem Auto, dem Boot und zu Fuß. Courcaud brauchte nur sieben Tage, um die ganze Insel zu kartieren und über Street View allen Nutzern weltweit zu präsentieren.

Neben Bora Bora fotografierte Courcaud alle Straßen von Papeete (Hauptstadt Tahitis) und die Stadt Pirae. Seit der Veröffentlichung dieser Bilder auf Street View haben beide Städte deutlich an Popularität gewonnen.

Und auch lokale Unternehmen erhielten die Chance, sich auf Street View vorzustellen. Große Hotelketten wie Intercontinental, Manava und Hilton sowie kleinere Bed-and-Breakfast-Betreiber freuten sich über die Gelegenheit, ihre Einrichtungen einem globalen Publikum zu präsentieren.

Die nächsten Ziele auf der Wunschliste

Tahiti 360 will bis Ende des Jahres alle Inseln Französisch-Polynesiens kartieren. Bisher fehlen dazu noch Maupiti und Tahaa sowie die Marquesas-, Gambier- und Austral-Inseln. Und obwohl er in Französisch-Polynesien noch einiges zu tun hat, plant Courcaud bereits sein nächstes Abenteuer. Er hat sich mit den kommunalen Behörden seiner französischen Heimatstadt geeinigt, dass er für Somme Tourisme 400 km Radwege, die Hortillonnages von Amiens und die Strecke eines Ausflugszuges für Street View ablichten wird. Außerdem wird Courcaud 360°-Aufnahmen von Teahupoo machen, dem Austragungsort der Surfwettbewerbe der Olympischen Spiele 2024. Dazwischen möchte er Neukaledonien und Wallis und Futuna zu Street View hinzufügen, um den Einheimischen den Alltag zu erleichtern und mehr Menschen die Möglichkeit zu bieten, das Paradies zu erkunden.

Street View ist eine Plattform zur Zusammenarbeit, deren Teilnehmer Bilder auf Google Maps veröffentlichen, um Gemeinschaften zu unterstützen, Unternehmen zu fördern und Menschen virtuellen Zugang zu Weltwundern zu bieten. Und das Beste ist, dass sich mit Street View jeder seinen eigenen Weg zum Erfolg bahnen kann – er muss lediglich den ersten Schritt machen und einen Beitrag erstellen.

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